In dieser Zeit vor dem Christfest, ein Krippenbild. Sie sehen die Höhle, nicht den Stall den wir meist als Bild von der Geburt Jesu finden. Dabei ist der Gedanke, dass Jesus in einer Höhle, die Hirten als Unterkunft dienten, naheliegend.
„Gott sei Dank“ – so sagen es viele Menschen … Ich will glauben, dass es nicht nur eine Floskel ist, sondern ein Ausdruck dafür, dass sich die Dankbarkeit an etwas Unverfügbares richtet – eben an Gott.
Meine Tante Martha war eine Frau von echtem Schrot und Korn, wie man so sagt. Zu Gott hatte sie, so schien es allen um sie herum, selbst dem Herrn Pfarrer, einen direkten Draht. Oft hat sie bei besonderen Anliegen in der Kirche eine Kerze entzündet und kommentierte das mit den anschaulichen Worten: Ich mach dem Herrgott mal ein bisschen Feuer unterm Hintern! Das war weder respektlos noch unfromm gemeint, sondern eher vertraulich. Sie war fromm genug, um Gott mit ihren Anliegen notfalls auf die Nerven zu gehen, aber auch so lebenserfahren, dass sie wusste, dass Gott nicht alle Wünsche erfüllte. Sie war dennoch – oder womöglich gerade deshalb – enorm motiviert, was das Beten anging. Dass man sich beim Beten weder verstellen noch zurückhalten muss, habe ich, so glaube ich rückblickend, auch von ihr gelernt.
Im Dezember 2024 haben wir uns in Lehnin von der Frauenhilfe verabschiedet, in sehr kleiner Runde im Café Kirstein. Ein Quintett waren wir zum Schluss, mit vier Damen (einschließlich meiner Frau) und mir. Ein Abschied tut fast immer weh, umso stärker, wenn man sich von einer guten, altbewährten Einrichtung trennt, die sich mangels „personeller Masse“ nicht mehr halten lässt.
Gedanken zur Jahreslosung für 2025: Prüft alles und behaltet das Gute! 1. Thessalonicher 5,21 (E)
Oh, wenn Paulus gewusst hätte, wo wir im Jahr 2025 stehen werden! Ob er dann auch „Prüft ALLES…“ geschrieben hätte. Das erleben wir ja ständig: Dass wir eben nicht alles prüfen können. Dass manchmal so viel an Informationen auf uns einstürmt, dass es geradezu unmöglich ist, auch nur einen Teil davon wenigstens im Groben zu prüfen. Wenn ich ein beliebiges Wort in einer Suchmaschine im Internet eingebe, habe ich nicht selten mehrere hundert oder tausende Treffer.
Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist?
Jer 23, 23 – Monatsspruch für September
Ach, wie spricht mir dieses Wort mir aus der Seele. Da kann ich sofort antworten: Ja! Du bist ein Gott der ferne ist. Manchmal kommt es mir so vor, als seist du sehr viel öfter fern als nah. Alles Leid könnte ich jetzt aufzählen, das persönliche wie das der ganzen Weltgeschichte, einschließlich des aktuellen. Und schon immer ging es den Menschen so. Seit Urzeiten fragen sie, warum das so ist. Oder wie man da überhaupt noch von Gott reden kann. Seit Jeremias Zeiten, seit fast 2600 Jahren also diese Frage so im Wortlaut.
Es begann mit einer weitergeleiteten Nachricht, selbstredend digital, wie sich das heute gehört, in dem Falle nützlich, denn sie ermöglichte eine flinke Reaktion. Ich wurde unterrichtet, daß eine Taufkanne, laut Aufschrift aus Nahmitz, zur Versteigerung stünde, in einem Berliner Auktionshaus: Ob ich eventuell mitbieten wolle? Mein erster Gedanke: Sonst seid ihr gesund – wo sollte ich das Geld hernehmen, und wie, bitte schön, sollte ich das abrechnen? Mein zweiter Gedanke: Die sind wohl verrückt geworden, das ist kirchliches Eigentum!
Liebe Gemeinde, ein Stein am Weg, eine kleine Säule, die eine Christus Skulptur enthält. Wo genau dieser Stein steht, ist gar nicht so wichtig. Aber ich bin recht sicher, sie werden so ein Wegkreuz schon einmal gesehen haben. Es ist oft auch aus Holz, manchmal befindet sich ein Heiligenbild darin, öfter noch ein Marienbild.
„Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.“ (1Kor 16, 14)
Paulus schreibt so an die Korinther. Am Ende des Briefes, eingebettet in Grüße, Organisatorisches und letzte zusammenfassende Ermahnungen steht dieser Satz. Ach ja, was für fromme Worte! Natürlich machen wir alles in, mit und aus Liebe… Natürlich? Nein, wenn ich diesen Satz nicht als Predigtrauschen nur mit einem halben Ohr höre, nicht als Sahnehäubchen der christlichen Botschaft karikiere, bin ich innerlich gleich auf den Barrikaden: ALLES soll ich in Liebe geschehen lassen? Bin ich etwa Jesus?
(Text u.Mel.: Larry Norman 1975, deutsch von Andreas Malessa mit freundlicher Genehmigung des Autors)
Jesus Christus spricht: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Mt 16, 15 (Monatsspruch September)
Jesus war zu seinen Lebzeiten sicher das, was wir heute einen Promi nennen. Während der Zeit seines Wirkens darf man es sich ruhig so vorstellen, dass ihm sein Ruf vorauseilte und er oft von Menschentrauben umgeben war. Offenbar waren durch seine Bekanntheit viele Annahmen darüber im Umlauf, was für ein Mensch er sein könnte. Manche hielten ihn für den Täufer – dann müsste er sich vergleichsweise bürgerlich gekleidet und auch seine Wortwahl gemäßigt haben. Andere meinten, in ihm sei einer der früheren Propheten wiedergekommen, möglicherweise sogar Elia oder Jeremia. Diese Vermutungen haben die Jünger Jesus auf seine Nachfrage hin mitgeteilt. Daraufhin konfrontiert er sie mit der Frage: „Wer sagt denn ihr, dass ich sei?“ Ich kann es mir gut vorstellen: Ihr, ihr seid meine Freunde. Ich lasse euch teilhaben an meinem Leben, meinen Gedanken, meinem Tun. Eine Menge (Gerüchte) habt ihr über mich gehört. Was denkt ihr? Ihr solltet es wissen… Es gibt ein Lied, das stellt auch Mutmaßungen an, dieser Jesus ist.
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