Ausgabe Dezember 2022, Januar und Februar 2023

Coverbild des Gemeindebriefes

Du bist ein Gott, der mich sieht!
(1. Mose 16, 11)

Hagar spricht hier zu Gott, verstoßene Nebenfrau Abrahams, die als biblische „Leihmutter“ Ismael gebar. Reden wir uns den Kontext nicht schön, er ist es nicht. Auch Abrahams gerühmte Frau Sarah spielt eine unerfreuliche Rolle, man könnte sie schlicht als Intrigantin bezeichnen. Wem die Erzählung nicht mehr gegenwärtig ist, der lese sie nach, sie ist es wert, so wenig erbaulich sie auch sei.

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Ausgabe September, Oktober, November 2022

Coverbild des Gemeindebriefes

Erntedank

Das Erntedankfest feiern wir am ersten Sonntag im Oktober. Den Termin verdanken übrigens dem preußischen König Friedrich II. Allerdings war seine Anordnung so, dass der erste Sonntag nach dem Michaelisfest, das immer am 29. September gefeiert wird, als Festtag festgelegt wurde. Das war im Jahre 1772. Wer Jubiläen liebt, der könnte also das 250jährige feiern!

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Ausgabe Juni, Juli, August 2022

Coverbild des Gemiendebriefes
Foto: Lotz

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.

Dieses Wort aus Psalm 42 ist der Monatsspruch für den Juli. Mitten im Sommer kann man schon mal großen Durst haben. Aber natürlich meldet er sich auch sonst zwischendurch. Die Fachleute sagen, dass es dann schon sehr spät ist. Man soll so trinken, dass es gar nicht dazu kommt. Wohl jeder kennt das Gefühl, dermaßen ausgedörrt zu sein, dass man den Inhalt eines Glases regelrecht herunterkippt und danach erstmal nach Luft schnappen muss. Am besten ist es, Durst mit Wasser zu stillen. Aber ach, es gibt ja noch unendlich viele andere Getränke: Kaffee oder Tee, Saft oder Nektar, Limonade oder Cola, Bier oder Wein, Likör oder Schnaps. Normalerweise greift man bei Durst wohl eher nicht zu Schnaps, eine süße Limo wird von nicht wenigen bevorzugt. Oder den ganzen Tag Kaffee – so kommt auch der eine oder die andere zurecht.

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Ausgabe März / April / Mai 2022

Die Taube - Gemeindebrief aus Lehnin

Sieben Wochen ohne Stillstand

Diese Gemeindebriefausgabe umfasst eine ereignisreiche Zeitspanne, wenn wir das Kirchenjahr betrachten. Wir steigen ein mit der Fastenzeit, danach Ostern und die schönen Sonntage auf dem Weg zum Pfingstfest.

Üben! Sieben Wochen ohne Stillstand. – So lautet das diesjährige Motto der Fastenwochen. Mein erster Gedanke dazu: Haben wir gefühlt nicht bereits seit zwei Jahren einen erzwungenen Stillstand? Immerzu Absagen, in sich zusammenfallende Planungen, vieles wird verschoben. Sind wir nicht geübt inzwischen im Stillestehen, Stillehalten und auch im Ertragen von Stille? Warum also „Sieben Wochen ohne Stillstand“?

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Ausgabe Dezember 2021 / Januar / Februar 2022

Foto: Lotz

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ Bei Luther heißt es im Text unserer Jahreslosung 2022 ursprünglich: „hinausstoßen“, für meine Begriffe viel bildkräftiger und treffender als das reichlich blasse, nunmehr gewählte Wort, das ein wenig nach Bürokratie schmeckt: Die Klage wurde abgewiesen. Jesus spricht hier in Vollmacht zum Volk, zu seinem, dem jüdischen Volk. Im Streitgespräch mit Jesus erinnern sich die Menschen an die Erzählungen der Heiligen Schrift vom Manna in der Wüste, der Nahrung, die vom Himmel fiel. Jesus erklärt nun, er sei das „lebendige Brot.“ Kein Wunder, dass ihn alle Welt zunächst, die eigenen Jünger eingeschlossen, gründlich missversteht, ja, der Evangelist weiß sogar zu berichten, dass einige Jünger ihren Herrn verlassen – das ist ihnen alles zu kompliziert, zu anstößig, zu fremd.

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Ausgabe September / Oktober / November 2021

Die Taube - Gemeindebrief aus den Lehniner Kirchengemeinden

Liebe Leserin, liebe Leser,

in meiner Praxis als Krankenhausseelsorger läuft er mir immer wieder über den Weg. Charles Darwin. Er ist schon lange tot, aber ich höre von ihm immer wieder. „Ach, wissen Sie, Herr Pfarrer, das mit dem Glauben ist meine Sache nicht mehr. Schon das ganze Gerede von der Schöpfung, das man dauernd hört. Seit Darwin wissen wir das doch wirklich besser!“ Irgendwann ärgerte ich mich über diese Besserwisserei so sehr, dass ich einmal genauer nachsah, was es mit dem Engländer auf sich hatte. Zu meiner Überraschung lernte ich, dass er Theologie studiert hatte. Das war in der Schule in der DDR nicht vorgekommen, da bin ich sicher. Er hatte reiche Eltern, was uns auch verschwiegen wurde. Die finanzierten seine große und wichtige Reise, von der wir dann auch etwas lernten.

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Ausgabe Juni / Juli / August 2021

Lachen hat seine Zeit

Allenthalben macht sich Optimismus breit: Der Stand der Impfkampagne lässt Vorfreude auf den Sommer aufkommen, Menschen fangen wieder an zu planen – allem voran all‘ die schönen Anlässe, die nun endlich nachgeholt werden sollen, wie Hochzeiten, runde Geburtstage und Taufen; Mutige buchen Konzertkarten, Urlaubspläne werden geschmiedet und der Dax erklimmt schwindelerregende Höhen. Auch vielen Menschen geht es gut. In Gesprächen wird mir öfters zugeraunt: Frau Pfarrerin, uns geht es prächtig in dieser Zeit, endlich kommen wir mal zu Sachen, die wir uns immer schon mal vorgenommen haben, aber pst!!, sagen Sie es keinem weiter.

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Ausgabe März / April / Mai 2021

Die Taube - Gemeindebrief aus den Lehniner Kirchengemeinden

Geduld ist eine Gottesgabe

Das Wort „Wettlauf“ zaubert sofort Bilder in meinen Kopf: Kinder mit hochrotem Gesicht, verschwitzt und völlig außer Atem; Sportler im Stadion, die später mit Medaille auf dem Podest stehend einer Nationalhymne lauschen. Um Schnelligkeit geht es, ein bisschen auch um Strategie. Wer einen Wettlauf gewinnen will, muss viel trainieren und darf darin nicht nachlassen.

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