Gemeindeleben in Lehnin

Der Gemeindebrief - Die Taube

Cover - Die Taube (Link auf die aktuelle Ausgabe)

Die PDF-Ausgabe steht Ihnen hier zum Lesen und Herunterladen zur Verfügung:
Ausgabe März / April / Mai 2020

Ältere Ausgaben finden Sie hier im Archiv:
»Die Taube« RSS-Feed

Zum Lesen der Taube benötigen Sie den Adobe Reader.

WICHTIGER HINWEIS: Bis auf Weiteres entfallen
alle Gottesdienste, alle Chorproben und Veranstaltungen.

Lehnin, 30. März 2020

Liebe Gemeindemitglieder und alle Interessierten,
im Supermarkt gehe ich durch die Regalreihen, vorsichtig darauf bedacht, den Abstand zu den anderen einzuhalten. Es ist eigenartig still. Alle gehen ein bisschen wie auf Wolken, vorsichtig. Ich möchte den Menschen ins Gesicht schauen, doch das ist meist nicht möglich. Die allermeisten weichen einander in ihren Blicken aus. Als wenn das notwendige Abstandhalten nur so möglich ist. Alle sind total verunsichert. Wie Nebel liegt diese Irritation in der Luft. - Das war in den ersten Tagen der Anordnungen, inzwischen hat ein Wandel eingesetzt: Lächeln wird meist erwidert und weitergegeben.

Wenn mein Geist in Ängsten ist, so kennst du doch meinen Pfad.
(Psalm 142,4)

Zumindest der erste Teil trifft uns alle. Die Angst schwingt in uns, mal lauter, mal etwas leiser. Bei manchem ist sie zum Dauerton geworden, bei anderen meldet sie sich nur beim Hören der Nachrichten oder beim Vermissen ihrer Lieben. Dass Gott unsere Pfade kennt, das hoffen wir als Christen. Und nicht nur das: Unsere Hoffnung ruht auf seinem Mitgehen. Besonders erbitte ich das in diesen Tagen für die, die einsam sind und vielleicht sogar einsam sterben - ein Gedanke, der schwer auszuhalten ist. Dass den Sterbenden Gott entgegen kommt ist letzte Hoffnung und erster Trost.

Der Schriftstellerverband PEN hat - wohlwissend, dass in diesen Zeiten niemand Zeit für Wortklaubereien hat - darauf hingewiesen, dass die Rede von sozialer Distanz missverständlich ist. Denn die vorgeschriebenen 1,5 m zum Nächsten sind durchaus sozial, ja sie sind derzeit das herausragende soziale Kriterium: Weil ich Abstand halte, verhalte ich mich sozial. Die Rede von physischer Distanz ist angemessener, denn innerlich sind wir einander durchaus nahe. So können Kinder zu ihren älteren Eltern, Enkel zu ihren Großeltern sagen: Weil wir euch lieben, kommen wir euch bis auf Weiteres nicht besuchen.

Vieles können wir lediglich aushalten in diesen Tagen: die ständig steigenden Zahlen von Infizierten und Toten - nicht nur in unserem Land; die nicht absehbare Dauer unseres eingeschränkten Lebens; wirtschaftliche Notlagen. Dabei läuft alles andere ja auch noch weiter: Menschen haben andere Krankheiten und Nöte; das Elend in der Welt, die Flüchtlinge, die zwischen den Ländern festhängen, hin- und hergeschoben werden; Trauernde, die für ihre Verstorbenen nur eine Bestattung im kleinen Kreis vornehmen können. Wo gibt es Auswege?

Dass Gott mit uns ist in allen unseren Nöten, kann uns neu bewusst werden. Es ist Passionszeit, Fastenzeit. Wir gehen auf das Gedenken an Jesu Leiden und Sterben zu. Jesus, der sich am Kreuz von Gott, den er liebevoll seinen Vater genannt hatte, verlassen fühlt. Gott, der nicht mit Donnerschlag dazwischen fährt, sondern den Schmerz mit aushält. An diesen Gott wenden wir uns in diesen Tagen und sprechen vielleicht diese Worte:

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis.
(2. Korinther 1,3-4) Amen.

Wo die einen neu geboren ins Leben gerufen werden, rufst du andere von uns bereits ins ewige Leben zu dir. Wir bitten dich, segne Ausgang und Eingang gleichermaßen!
Sei denen nahe, die in Quarantäne einsam und isoliert sind, schenke Trost und Hoffnung denen, die verzweifelt sind und ermögliche den an Corona erkrankten rasche Genesung!
Mache deinen Geist stark bei Verantwortlichen in Politik und Kirche für ein besonnenes Vorgehen und kluges Handeln. Und deine Kraft mache groß in allen Helfenden in Krankenhäusern, in Notdiensten, Kirchen und der Seelsorge. Wir vertrauen auf dich und deine nie endende Liebe und bitten: Gott, erbarme dich! Amen.

Nicht alles ist abgesagt ...

Gern können Sie mir eine Mail schreiben: wisch.almuth[aet]ekmb.de oder mich anrufen: 03382-7068634. Melden Sie sich bitte, wenn Sie Hilfe benötigen oder von jemandem wissen, um den wir uns kümmern sollten.

Das Büro ist zu den Sprechzeiten telefonisch für Sie erreichbar:
Dienstag: 15:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag: 9:00 - 11:00 Uhr

Bleiben Sie behütet!
Herzlichst - Ihre Pfarrerin Almuth Wisch

Guter Gott, ich bitte dich darum, dass mich keine Furcht überkommt.
Guter Gott, lass mich besonnen und mit klarem Blick erkennen, was ich hier und heute tun kann.

Guter Gott, lass mich gut für mich und meine Lieben sorgen.
Guter Gott, zeige mir, wie ich anderen Menschen helfen kann.
Amen.

Die Kirchen unserer Gemeinde

LEHNIN SINGT - Probenzeiten der Singschule und Kantorei »»»

Unsere St. Marien Klosterkirchengemeinde ist ein Zusammenschluss der Orte Lehnin, Emstal und Michelsdorf. In Lehnin feiern wir unsere Gottesdienste gemeinsam mit der Anstaltskirchengemeinde Luise-Henrietten-Stift Lehnin.

Kirche Emstal Klosterkirche Lehnin Kirche Michelsdorf

Aus dem Gemeindeleben

Taufe

Thema Taufe

Die Taufe ist das Sakrament des Anfangs: Wenn Menschen sich auf den Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen lassen ...
[ mehr lesen ... ]

Trauung

Thema Trauung

In der kirchlichen Trauung erbitten Mann und Frau Gottes Segen für das Gelingen ihrer Ehe und legen vor Gott und der Gemeinde das Eheversprechen ab ...
[ mehr lesen ... ]

Konfirmation

Thema Konfirmation

Die persönliche Stärkung durch den Segen Gottes und das eigene »Ja« zur Taufe sind das Zentrum der Konfirmation. Junge Menschen werden so ...
[ mehr lesen ... ]

Bestattung

Thema Bestattung

Der Tod eines Menschen ist ein tiefer Einschnitt für alle, die ihm verbunden waren. Von der Gewissheit, dass kein Mensch von Gott vergessen wird ...
[ mehr lesen ... ]

««« zum ARCHIV »»»